Grafikelement: Rahmen für den Seitentitel
Grüne Jülich 
Grafikelement: Rahmen für den Seitentitel
Bild: Logo von B/90 Die Grünen

Newsletter September 2011

Liebe Jülicherinnen und Jülicher,



gemeinsam mit vielen Menschen in unserer Stadt setzen wir uns gegen den Bau eines Jugendgästehauses auf einer Jungwaldfläche ein, die erst vor wenigen Jahren als Ausgleich für Abholzungen im Brückenkopfpark mit 17000 Bäumen aufgeforstet wurde. Eine überwältigende Zahl von betroffenen und empörten Menschen setzte ihren Namen auf unsere Unterschriftenlisten und/oder wandte sich mit Einwänden und Bedenken an die Jülicher Stadtver-waltung, um die Rodung dieses Waldes zu verhindern.



Über 400 Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache.
Entgegen ihren Zusagen hat die Verwaltung diese Proteste und Eingaben im weiteren Verfahren bisher noch nicht berücksichtigt! Weder wurden die Bedenken ausgeräumt, noch wurde durch eine Änderung von Flächennutzungs- und Bebauungsplan den Bedenken und Einwänden der Bevölkerung entsprochen.
Statt dessen nutzten Verwaltung und Mehrheitsparteien die Sommerpause, um den Bau des Jugendgästehauses in zwei nichtöffentlichen Sondersitzungen durchzuwinken.

Wir Grüne haben dagegen gestimmt!

Zwischenzeitlich wurde bereits die Baugenehmigung erteilt, während die Bezirksregierung in Köln noch die Eingaben unserer Fraktion prüft. Laut der örtlichen Presse beginnt die Rodung des Ausgleichswaldes innerhalb der nächsten 10 Tage. Die eingereichten Bedenken wer-den erst nach Baubeginn in einer öffentlichen Sitzung im Oktober berücksichtigt.
Auch der finanzielle Aspekt für die Stadt Jülich wird außer Acht gelassen. Ein Projekt, das uns bis zu 3,9 Millionen Euro kosten kann, ist in Zeiten leerer Kassen mehr als fragwürdig. Dies ist dem Kreis Düren als obere Aufsichtsbehörde und den Fraktionen, die dafür gestimmt haben, JÜL, CDU und FDP offensichtlich egal.

Die Grünen haben mehrfach auf die geplante sinnlose Waldzerstörung im „Jahr des Waldes 2011“(!) und auf die Verschwendung von Steuergeldern hingewiesen.
Mit unseren Plakaten am Brückenkopf machen wir darauf aufmerksam.Wenn auch sie der Meinung sind, dass man sich eine solche Vorgehensweise nicht gefallen lassen sollte, teilen sie dem Landrat, dem Bürgermeister und den drei Fraktionen, JÜL, CDU und FDP ihre Meinung hierzu mit!

Rathaussituation in Jülich



Zu Beginn der Sommerferien trafen sich die Jülicher GRÜNEN zu einer Sondersitzung, um über die unter-schiedlichen Rathausplanungen zu beraten.
Betrachtet wurden die derzeit noch gültige Entscheidung für eine interne Restaurierung des Neuen Rathauses, der Vorschlag C des Architekten Aldinger für ein Dienstleistungszentrum im Neuen Rathaus und die Pläne für eine Erneuerung und Wiederbelebung des Alten Rathauses.
Themen waren u.a. die städtebauliche Bedeutung, die Wirkung auf eine Innenstadtbelebung, die jeweilige alternative Nutzbarkeit oder Verkäuflichkeit des nicht restaurierten Gebäudes, die energetische Situation, die Verkehrslage und nicht zuletzt natürlich die Kosten.

Waren zu Beginn der Diskussion die Meinungen sehr unterschiedlich, so wurde doch schnell deutlich, dass bei Abwägung aller Kriterien eine Entscheidung für das Alte Rathaus die meisten Pluspunkte auf sich vereinigen konnte. So kam man beispielsweise zu dem
Schluss, dass gerade eine Wiederbelebung des Stadtkerns mit dem Alten Rathaus als Zentrum Anlass zur längst fälligen Verbesserung des innerstädtischen öffentlichen Nahverkehrs geben könnte.
Das Neue Rathaus könnte man sich mit vielfältigen anderen Nutzungen vorstellen – sei es durch die VHS, das städtische Archiv oder andere Institutionen. Auch ein Verkauf wäre hier denkbar, der beim Alten Rathaus schon früher kläglich scheiterte und der aus Sicht der GRÜNEN auch nicht wünschenswert wäre.

Die städtebauliche Bedeutung einer Aufwertung des ganzen Innenstadtareals und damit einhergehend die so lange angestrebte Wiederbelebung des Marktplatzes und der Düsseldorfer Straße sprechen ganz eindeutig für die Entscheidung zugunsten des Alten Rathauses.
Die Kosten sind bei allen Lösungen bei der derzeitigen Schuldenlage der Stadt ein großes Problem. Sie sollten jedoch nicht zu einer kleinkarierten Lösung anstelle einer unwiederbringlichen Chance zum großen Wurf führen.

Schwimmzentrum



Das Projekt eines neuen Hallenbads oder Schwimm-zentrums geht nunmehr schon ins 10. Jahr. Wie bei vielen Vorhaben, die in Jülich angegangen wer-den, zäumt man auch dieses offensichtlich vom Schwanz her auf, um es dann im Schnellverfahren und ohne Information oder gar Beteiligung der Bevölkerung abzuarbeiten.
Die Rahmenbedingungen und damit die Kosten scheinen klar zu sein, das, was die Stadt Jülich dafür erhält, hingegen noch lange nicht.
Auch die Überlegung, unser bestehendes Hallenbad zu sanieren, wäre aus unserer Sicht sinnvoll, nach unseren Informationen machbar und für viele Nutzer die bessere Alternative.

Zukunft trotz Schulden?



Wie geht es weiter? Wie steht es mit der Stadthalle und den Rathäusern, der Musikschule und dem Stadtarchiv? Sollen auch künftig wichtige und für uns alle entscheidende Projekte hinter verschlossenen Türen durchgepeitscht werden?

Wir Grüne sagen: Nein!

Wir haben ein Stadtentwicklungskonzept beantragt, das nun in Arbeit ist und in Zusammenarbeit von Politik , Verwaltung und Bevölkerung dazu beitragen soll, dass auch und gerade in Zeiten knapper Kassen die Wege gemeinsam gefunden, Prioritäten gemeinsam gesetzt werden, um die Zukunft unserer Stadt auf ein starkes und tragfähiges gemein-schaftliches Fundament zu setzen.

Impressum:
Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen
Jürgen Laufs
Christinastr. 19
gruene-juelich@gmx.de
www.grüne-jülich.de
Telefon: 02461-50529



News

Rettet die Bäume
in Jülich!
[ mehr.. ]